Vergiss nicht, dass wir uns lieben von Barbara Leciejewski

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Vergiss nicht, dass wir uns lieben
von Barbara Leciejewski
216 Seiten
erschienen am 01. Oktober 2015
im FeuerWerke Verlag
ISBN eBook: 978-3-945362-12-9
Preis: 0,99 EUR
ISBN Taschenbuch: 978-3-945362-13-6
Preis: 9,99 EUR
Leseprobe: PDF

  • Inhalt

Auf der Seite des FeuerWerke Verlages habe ich einen Satz gelesen, der die Geschichte in wenigen Worten wiedergibt:

Der Roman, der wie ein Krimi beginnt, wird zu einer bewegenden Liebesgeschichte in der sich alle Fragen letztlich auf die eine Frage reduzieren: Wie groß ist die Macht der Liebe wirklich?

Ohne von einander zu wissen, wachen eine Frau und ein Mann an verschiedenen Stellen eines Waldes auf. Sie können sich beide nicht daran erinnern, wie sie dort hin gekommen sind, sie wissen nicht einmal, wer sie sind. Nach dem ersten Schock beginnen sie beide die Gegend zu erkunden und gelangen zu einem Haus, wo sie aufeinander treffen.

Sie werden zunächst zu einer Zweckgemeinschaft, geben sich Namen, erkunden das Haus und die Umgebung und müssen feststellen, dass sie weder Kontakt zur Außenwelt aufnehmen, noch auf Hilfe hoffen können. Paula und Johannes, wie sie sich nun nennen, finden mit der Zeit zueinander und leben ihre Liebe in ihrem kleinen Paradies. Doch eines Tages tauchen Menschen auf und wollen ihnen die Antworten auf die Fragen geben, die sie sich vor vielen Monaten, bei ihrem ersten Aufeinandertreffen gestellt haben, für die sie sich nun aber gar nicht mehr interessieren. Doch es gibt kein Entkommen, schonungslos erfahren sie die ganze Geschichte und stehen vor den Trümmern ihres so kurzen gemeinsamen Lebens.

  • Protagonisten

“Sie” und “Er” wachen unabhängig von einander auf einer Insel auf und Treffen sich nach einiger Zeit, um festzustellen, dass sie das gleiche Schicksal teilen. Sie geben sich die Namen Paula und Johannes.

Die beiden sind schwer zu charakterisieren, da sie sich in einer Ausnahmesituation befinden. Sie müssen sich arrangieren, entdecken sich, entdecken den anderen, sind fernab von Zivilisation.

Die beiden Protagonisten wissen zu Beginn genau so wenig über sich, wie der Leser. In den Monaten ihres Zusammenlebens geschieht hin und wieder etwas, was sie auf ihr früheres Leben schließt lässt. Beispielsweise entdeckt Johannes seine Liebe zum Schreiben und Paula stellt fest, dass sie ärztliche Versorgung leisten kann. Im Nachhinein erfahren die beiden, dass sie damit sehr nah an der Wahrheit lagen.

  • Handlung

Ich fand den Einstieg in die Geschichte sehr schwer. Für mich hatte das eher weniger von einem Krimi, als vielmehr von einem Fantasy-Roman, denn welchen Grund sollte es auch geben, dass die beiden Protagonisten sich nicht mehr daran erinnern konnten, wer sie waren und woher sie kamen, wie sie aussahen und wie ihre Stimme klang.

Das hat mir auf den ersten Seiten viele Längen beschert. Doch das Durchhalten hat sich auf jeden Fall gelohnt. Die Liebesgeschichte, die sich langsam zwischen den beiden entwickelt, ist wunderbar geschrieben. Die Macht der Liebe zeigt sich darin, dass die beiden sich zuerst an ihr kleines Paradies gewöhnen und sich später nicht mehr vorstellen können, in eine Zivilisation zurückzukehren, bzw. sogar Angst davor haben.

Die Auflösung über den Gedächtnisverlust fand ich sehr spannend konstruiert. Ich möchte nicht zuviel verraten, denn dieser Teil ist maßgeblich für die ganze Geschichte.

  • Schreibstil

Den Schreibstil von Barbara Leciejewski habe ich mehrfach unterschiedlich aufgenommen. Am Anfang war er etwas kühl, die Liebesgeschichte eher zart, während die Auflösung um die Vergangenheit etwas härter und manchmal sogar schonungslos war. Die Beschreibungen der Umgebung sind bildhaft, so dass man als Leser vor dem inneren Auge sehen konnte, was die beiden Protagonisten so fasziniert hat.

  • Fazit

“Vergiss nicht, dass wir uns lieben” von Barbara Leciejewski ist ein etwas anderes Buch, an das man keine Erwartungen stecken darf. Damit meine ich nicht die Wertung des Buches, sondern, dass man keine Liebesgeschichte erwarten darf und auch keinen Krimi. Als Leser muss man sich auf das Buch einlassen können.

Hier hat sich das Durchhalten ganz eindeutig gelohnt, denn obwohl ich anfangs einige Absätze nur quergelesen habe, hat mich die Handlung dann gepackt, mir eine zarte Liebesgeschichte und danach ein Thema beschert, über das man ruhig einmal nachdenken darf.

Daher vergebe ich vier von fünf Eulen.

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Endlich! von Ildikó von Kürthy

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Endlich! von Ildikó von Kürthy

 

  • Inhalt

Die 40-jährige Vera, in Stade angesehen, gut situiert, eigenes Haus, erfolgreicher Ehemann, gelegentliche Aufträge als Freiberuflerin, ereilt ein Hilferuf von Johanna Zucker, ihres Zeichens Freundin und Mutter von Veras Patenkind Sammy. Johanna möchte sich unters Messer legen und bittet Vera für einige Wochen nach Berlin zu kommen und sich um Sammy zu kümmern.

In Berlin angekommen findet Vera heraus, dass ihr Mann Marcus, mit dem sie seit acht Jahren verheiratet ist, sie betrügt. Mit Hilfe von Johanna und neuen Freunden nimmt sie den Kampf um ihren Mann auf…

  • Protagonisten

Vera wird als Frau dargestellt, die sich in der Rolle einer Unternehmersgattin, in die sie hineingepresst wurde, gar nicht wohl fühlt. So flüchtet sie gelegentlich zu ihren Freundinnen, von denen eine fremd geht und die andere eher etwas durchgeknallt wirkt. Der Ehemann blieb für mich recht farblos, gleiches gilt für die Freunde. Eine Ausnahme bildet hier lediglich der schwule Türke Erdal, der auf mich aber schon wieder zu überzogen wirkte.

  • Gedanken zum Buch

Der Schreibstil von Ildikó von Kürthy hat mir grundsätzlich gefallen. Was mir eher gelangweilt hat, war, dass die Protagonistin mit ihren Gedanken immer wieder abdriftet und in Erinnerungen schwelgt, so dass ich mich mehrfach dabei ertappt habe, wie ich ganze Absätze übersprungen habe, weil mich nur die gegenwärtige Handlung fesseln konnte. Das Ende hatte ich so nicht erwartet, was mich positiv überrascht hat, allerdings hat sich das befriedigende Gefühl nicht eingestellt, das ich erwarte, wenn ich ein Buch zuklappe.

Gut gefallen haben mir die Zitate von bekannten Persönlichkeiten, mit denen die Autorin jedes Kapitel beginnt, genau wie die Illustrationen, die immer passend zur entsprechenden Handlung gestaltet sind.

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Die Idee zur Handlung hat mich überzeugt, gleiches gilt im Großen und Ganzen auch für die Umsetzung der Idee. Allerdings spricht es weder für ein Buch, dass ich dazu verleitet werde, Abschnitte zu überspringen, noch, dass ich ein Buch unbefriedigt zuklappe. Daher reicht es nur für 3,5 von 5 Eulen.

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