Hummeln im Herzen von Petra Hülsmann

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Hummeln im Herzen
von Petra Hülsmann
erschienen am 16. SEptember 2014
bei Bastei Lübbe
398 Seiten
ISBN: 978-3-404-17168-2

Zum Inhalt:

Lena wird kurz vor der Hochzeit von ihrem Verlobten sitzen gelassen und verliert kurz darauf auch ihren Job. Zunächst kommt sie in der WG ihres Bruders unter und suhlt sich in Selbstmitleid. Die Mitbewohner bauen sie auf und Lena beschließt, ihr Leben auf links zu krempeln. Ihre Ziele sind ein toller Job, ein toller Mann und ein neuer Charakter, doch der Weg ist steinig und mehr als einmal muss Lena eine Umfahrung nehmen.

Meine Gedanken zum Buch:

Lena war mir auf Anhieb sympathisch, sie scheint einfach ein herzensguter Mensch zu sein. Ihre beste Freundin Juli ist mit ihrem Bruder Michel liiert, so dass sie problemlos in deren WG unterkommen kann. Einzig Michels Freund, der Womanizer Ben, ist etwas nervig.

Petra Hülsmann setzt den Drei-Punkte-Plan von Lena um, in dem sie Lena ohne Vorkenntnisse um ein Volontariat in einer PR-Agentur und ihren Mr. Right kämpfen lässt. Doch leider funktioniert auf Anhieb erst einmal nichts, denn Lena ergattert zunächst nur einem Aushilfsjob beim griesgrämigen Buchhändler Otto, landet mit einem älteren Mann mit viel Bauchansatz und wenig Haar im Bett und auf die Frage, warum sie keine sexy Traumfrau sein kann, weißt Ben sie daraufhin, dass sie einfach zu nett ist:

… Du bist eben süß. Tapsig. Man hat eher das Bedürfnis, dir die Nase zu putzen, als dich flachzulegen.

Und damit ist auch schon geklärt, welchen Stil Petra Hülsmann eingeschlagen hat, locker und unterhaltsam mit viel Wortwitz. Die verbalen Auseinandersetzungen zwischen Lena und Ben haben stark dazu beigetragen, dass ich das Buch nur ungern aus der Hand gelegt habe.

Dieses Buch bietet eine unterhaltsame und liebenswerte Geschichte und ist gespickt mit vielen emotionalen Momenten, insbesondere, wenn es um Otto geht. Ich vergebe gerne fünf von fünf Eulen.

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Habt Ihr übrigens die Häkelhummel auf dem Bild oben entdeckt? Dabei handelt es sich um eine Promo-Aktion des Verlages. Die Besucher der Buchmesse waren eingeladen, im Vorfeld eine Hummel nach Anleitung zu häkeln und zur Buchmesse mitzubringen, dafür gab es das Buch als Geschenk.
Darüber hinaus durfte man sich den Schlüsselanhänger mitnehmen und unter dem Hashtag Messehummel Fotos mit der Hummel auf der Messe veröffentlichen.
Wenn man genau hinsieht, kann man erkennen, dass das Buchcover etwas für die Haptiker unter uns ist, denn das Gesicht der Hummel hat einen Stoffbezug.

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18. ein Buch aus dem Verlag Bastei Lübbe.

Challenge der Gegenteile

Ein Buch mit einem schönem Cover

SommerAlarm

Sommerliches Element auf dem Cover: die Hummel

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Top10 der meistverkauften Hörbücher des Jahres 2014

Bei Kastanies Leseecke bin ich vor einigen Tagen auf den Beitrag Top10 der meistverkauften Hörbücher des Jahres 2014 gestossen. Laut Börsenblatt belegt Er ist wieder da von Timur Vermes in der Statistik Rang 5.

Als das Fellmonsterchen in Runde 27 von 52 Bücher das Stichwort

Nationalsozialismus

in den Ring geworfen hat, war dieses Hörbuch auch das erste, was mir eingefallen ist.

Klappentext:

Adolf Hitler erwacht auf einem leeren Grundstück in Berlin-Mitte. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva, im tiefsten Frieden, unter Tausenden von Ausländern. 66 Jahre nach seinem vermeintlichen Ende strandet er in der Gegenwart und startet gegen jegliche Wahrscheinlichkeit eine neue Karriere – im Fernsehen. Dieser Hitler ist keine Witzfigur und gerade deshalb erschreckend real. Und das Land, auf das er trifft, ist es auch: zynisch, hemmungslos erfolgsgeil und auch trotz Jahrzehnten deutscher Demokratie vollkommen chancenlos gegenüber dem Demagogen und der Sucht nach Quoten, Klicks und “Gefällt mir”-Buttons. Eine Persiflage? Eine Satire? Polit-Comedy?

Quelle

Ist bei einer Satire alles erlaubt? Wie schwer war es, Hitlers Stimme nachzuahmen? Wie würden Sie reagieren, wenn Ihnen der leibhaftige Hitler begegnet?

Diese und weitere Fragen an Christoph Maria Herbst und seine bemerkenswerten Antworten könnt Ihr in diesem Video von Bastei Lübbe entdecken.

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Die Weltherrscherin hat für die 18. Runde das Thema

“Es glitzert”

ausgegeben.

Da ist mir ein Buch eingefallen, das einfach perfekt in diese Woche passt:

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Ihr werdet Euch nun vielleicht fragen, was da glitzert, nun, ich gestehe, auf dem Original hat man es besser gesehen. Den Glitzer könnt Ihr erkennen, wenn Ihr beim “h” in “nachts”, beim “u” in “zum”, sowie beim “i” und “b” in “verlieben” genau hinschaut. 😉

Die Geschichte hat mich von Anfang an verzaubert, der Schreibstil der Autorin konnte mich sofort fesseln und ich hätte nicht gedacht, dass ich in der stressigen Vorweihnachtszeit ein Buch so schwer aus den Händen legen könnte. Das Buch ist perfekt für die Vorweihnachtszeit, wie ein kleines Weihnachtsmärchen und natürlich kommt auch die Romantik nicht zu kurz.

Rezension

Todeswächter von Veit Etzold

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Todeswächter von Veit Etzold
Verlag: Bastei Lübbe
Taschenbuch, 448 Seiten
erschienen am 15. August 2014
ISBN 978-3404169917

Zum Inhalt:

Der Klappentext ist keine Inhaltsangabe, sondern besteht nur aus kurzen Sätzen, die neugierig machen, auch die Kurzbeschreibung des Buches gibt nicht viel vom Inhalt wieder. Daher habe ich das Buch natürlich sofort aufgeschlagen und bin direkt in einem Alptraum der Protagonistin Clara Vidalis vom Landeskriminalamt Berlin, gelandet. Clara ist Expertin für Pathopsychologie und wird in dieser Funktion zu einem Mord gerufen, dem zwei Weitere folgen sollen.

Bei den Ermittlungen gibt es einige wenige Gemeinsamkeiten, z. B. werden alle Leichen nach Eintritt des Todes arrangiert und es wird immer eine antike Münze bei ihnen gefunden wird. Die Ermittlungen führen zum Schluss, dass der Mörder längere Zeit bei seinen Opfern verbracht hat. Da aber an allen Tatorten unterschiedliche DNA gefunden wurde, stellt sich die Frage, ob es sich nur um einen einzelnen Täter handelt.

Meine Gedanken zum Buch:

Auf meinem SuB liegt bereits seit längerer Zeit das Buch “Final Cut” von Veit Etzold, das ich auch schon einmal verliehen und mit Lobeshymnen versehen zurück erhalten habe. Darüber hinaus habe ich schon viele gute Rezensionen über die Bücher dieses Autors gelesen. Als ich nun entdeckt habe, dass Blogg Dein Buch “Todeswächter” als Rezensionsexemplar anbietet, habe ich mein Interesse an diesem Buch bekundet und durfte es nun auch lesen.

Das Team um die Ermittlerin Clara Vidalis besteht aus Claras Kollegen Hermann, dem Vorgesetzten Kriminaldirektor Winterfeld, dem Rechtsmediziner Dr. von Weinstein und dem psychologischen Analytiker Dr. Martin Friedrich, genannt MacDeath. Veit Etzold hat zwar Hintergründe über die Teammitglieder einfließen lassen, aber im Großen und Ganzen sind die Figuren für mich eher blass und einfach nur Namen geblieben. Allerdings kann ich hier nur meinen Eindruck aus diesem Buch widergeben, vielleicht wäre der Eindruck ein anderer, wenn ich die ersten beiden Bände dieser Reihe bereits gelesen hätte.

Im Verlauf der ersten 100 Seiten habe ich begonnen, mir Notizen zum Buch zu machen und meine Gedanken festzuhalten. Nach einiger Zeit habe ich bemerkt, dass ich nur negative Punkte notiert habe.

So schießt sich das Team mehrfach schnell – und zu diesem Zeitpunkt noch recht frei von irgendwelchen Hinweisen – auf einen Täter ein, was für mich keine realistische Vorgehensweise ist.

Außerdem hat der Autor seitenweise Bezug auf ähnlich gelagerte Fälle und ähnliche Vorgehensweisen von Tätern genommen. Die ausführlichen Vergleiche mit diesen Fällen haben mich dazu verleitet, quer zu lesen und ganze Absätze zu überspringen, weil mich die Passagen gelangweilt haben. Das Gleiche gilt für die seitenfüllenden Erklärungen zu zahlreich verwendeten Fachbegriffen wie Cadaverin, Putrescin und Gammahydroxydbutansäure.

Ein Bericht über einen autoerotischen Unfall eines Mannes namens Lars Keppler empfand ich als störend in Anbetracht der Tatsache, dass es sich beim schwedischen Autorenduo Lars Kepler um keinen Unbekannten handelt. Ich vermute stark, dass die Namensähnlichkeit kein Zufall ist. Dieser Eindruck wurde nochmals dadurch bestätigt, dass im gleichen Atemzug Bezug auf den (realen) Tod von David Carradine genommen wurde.

Beim Querlesen und Überspringen ist mir dann auch bewusst geworden, dass der Thriller mich bis zur Hälfte des Buches kaum fesseln konnte und dass ich mich von Tag zu Tag förmlich zwingen musste, weiter zu lesen, was in meinen Augen auch nicht für das Buch spricht.

Einzig die Erzählungen eines Jungen, der zunächst unter seinem Vater und später dem Freund der Mutter leiden musste, konnten mich in ihren Bann ziehen. Das Leid, dass diesem Jungen zugefügt wurde, hat mich mehr beschäftigt, als die Fälle und Ermittlungen an sich.

Leider konnte dann auch die Aufklärung des Falles sich zu keinem Highlight entwickeln, da ich bereits seit längerer Zeit einen Verdacht hatte, wer der Täter ist.

Mein Fazit:

“Todeswächter” konnte mich nicht überzeugen. Ein guter Thriller muss für mich einen Pageturner-Effekt haben, was ich hier gänzlich vermisst habe. Aufgrund der Einbindung der Geschichte des leidenden Jungen vergebe ich noch zwei von fünf Eulen.

Für mich habe ich nun die Entscheidung getroffen, “Final Cut” zunächst auf dem SuB liegen zu lassen und zu einem späteren Zeitpunkt zu prüfen, ob ich mich für Veit Etzold generell nicht erwärmen kann, oder ob nur der “Todeswächter” einfach nicht “mein Ding” war.

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Daggi trifft … Autoren auf der Frankfurter Buchmesse

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Welche Blogger ich auf der Frankfurter Buchmesse kennengelernt und getroffen habe, habe ich bereits berichtet. Außerdem durfte ich auch noch verschiedene Autoren kennen lernen:

Die liebe Angi hatte mich im Vorfeld der Buchmesse darauf aufmerksam gemacht, dass der Verlag Kein&Aber Eintrittskarten für die Internationalen Buchpräsentation des neuen Romanes von David Nicholls vergibt. Ich hatte Glück und habe ein Ticket für die Veranstaltung im Business Club der Buchmesse erhalten. Über die Veranstaltung werde ich noch berichten, unter anderem, weil ich abends ein Bild bei Instagram gepostet habe, worauf Mareike von Herzpotential festgestellt hat, dass sie genau hinter mir saß 🙂

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Nach der Präsentation konnten die Besucher mitgebrachte Bücher signieren lassen und ich schreibe es einfach mal dem Gespräch mit diesem beeindruckenden Mann zu, dass ich Schwierigkeiten hatte, meinen Vornamen auf Englisch zu buchstabieren, als er mich darum bat 😉

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Am Freitag hatte ich die Möglichkeit, beim Blog´n´Talk von Random House mit einigen Autoren zu sprechen und glücklicherweise war da immer und überall ein netter Mensch zur Stelle, der oder die meine Kamera genommen hat, so dass ich auch einige Fotos mit nach Hause nehmen konnte:

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  • Deana Zinßmeister, von der ich zwischenzeitlich weiß, dass sie fast schon in meiner Nähe, nämlich in Heusweiler im Saarland, lebt

 

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  • Sabine Zett, deren “Tausche Schwiegermutter gegen Goldfisch” auf meiner Wunschliste landet

 

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  • Kyra Groh – ihr Buch “Pinguine lieben nur einmal” werde ich in Kürze weiterlesen, hab nur wegen der kurzen Nächte aufgrund der Buchmesse-Besuche ausgesetzt 😉 – absolut sympathische Autorin 🙂

 

Autoren (11)

  • Eric Berg – “Das Küstengrab” ist ausgelesen – absolut lesenswert für die Fans guter Krimis!! – Rezension folgt – Eric Berg war toll, sympathisch, offen, hat uns viel über die Hintergründe von “Das Küstengrab” erzählt.

 

Autoren (13)

  • Marc Elsberg – dazu muss ich vermutlich nicht viel sagen, oder? 😉 “Zero” liegt ebenfalls ziemlich weit oben auf dem SuB

 

Autoren (15)

  • Adnan Maral – Es soll Leute geben, denen das Gesicht bekannt vorkommt 😉 Adnan Maral ist Metin Öztürk aus der Serie und dem Film “Türkisch für Anfänger”. Ganz ehrlich, mein persönliches Highlight beim Blog´n´talk. Mega sympathisch, mega offen, sein Buch “Adnan für Anfänger – Mein Deutschland heißt Almanya” kommt auf die Wunschliste.

 

Autoren (3)

  • Die Schauspielerin Dennenesch Zoudé hat das Buch “Mit Ayurveda und Achtsamkeit zu mehr Gesundheit und Gelassenheit” geschrieben und als Give away wurden Teeproben mit der Aufschrift “Finde Deine Mitte” verteilt 🙂

Habt Ihr schon festgestellt, dass ich von Foto zu Foto erschöpfter ausgesehen habe? Der Blog´n´Talk war mit rund 150 Bloggern und vielen Autoren und Verlagsmitarbeitern mehr als gut besucht. Es war eng, es war voll, den meisten von uns ist der Schweiß auf der Stirn gestanden 😉 aber es hat sich gelohnt 🙂 🙂

 

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  • Nach dem Blog´n´Talk habe ich mein Glück nochmal bei Bastei Lübbe versucht, weil Britta Sabbag bei Facebook geschrieben hatte, dass sie da sein wird und siehe da, es hat geklappt 🙂

 

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  • Und nachdem ich mehrfach bei Ullstein vorbei geschaut hatte und Elke Pistor immer im Gespräch war, habe ich sie abgepasst, als sie zu einer Podiumsdiskussion geeilt ist. Um ein Foto wollte ich nicht bitten, schließlich fand ich es schon frech genug, dass ich mich ihr quasi in den Weg gestellt habe 😉 aber das Buch hat sie mir signiert 🙂

Ein Mann, ein Ring von Mathias Taddigs

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Ein Mann, ein Wort
von Mathias Taddigs
Verlag: Bastei Lübbe
erschienen am 16. Mai 2014
253 Seiten
ISBN: 978-3404169689

Zum Inhalt:

Ein schlichter Kniefall und die Frage aller Fragen, das ist nichts für Felix. Er will seiner Nina den ultimativen Heiratsantrag machen. Da kommt ein spontaner Pärchenurlaub auf Mallorca gerade richtig. Eine prima Idee, wenn da nicht der Dauerregen, eine Herde Rinder, Felix´ Exfreundin und einige andere Kleinigkeiten dazwischen kämen.

Meine Meinung:

Der Protagonist Felix ist ein Romantiker, wie er im Buche steht. Allerdings tritt er zielsicher in jedes Fettnäpfchen, dass sich ihm in den Weg stellt, “Fettnäpfchenpest” nennt das seine Freundin Nina. Und Felix scheint auch ansonsten größere und kleinere Katastrophen magisch anzuziehen. Ob das ein Fisch ist, den er im Auto vergisst, der Sohn seiner Ex, der dank ihm ein Repertoire an Schimpfwörtern aufbauen kann oder eben der geplante Heiratsantrag, bei dem alles schief geht, was hätte schief gehen können.

Nina ist grundsätzlich ein positiver Mensch und versucht, in allem etwas Gutes zu sieht. Aufgrund der Kataströphchen, die von Felix ausgehen, hat sie es nicht immer leicht, aber sie liebt ihn und schaut daher auch über einiges hinweg.

Zu Beginn hat sich die Handlung für meine Begriffe ein wenig in die Länge gezogen und hat auch erst nach ungefähr einem Drittel des Buches richtig an Fahrt aufgenommen. Allerdings hat der Autor es bis zu diesem Zeitpunkt schon längst geschafft, mich in den Bann der Geschichte zu ziehen. Felix, der die Geschichte erzählt, deutet immer wieder eine Katastrophe an und lässt den Leser dann mit Sätzen wie “…inzwischen weiß ich es besser…” in der Luft hängen. Dadurch habe ich gierig weitergelesen, denn natürlich wollte ich wissen, was dem armen Kerl noch alles passiert.

Beim Lesen bin ich einige Male auf Ungereimtheiten gestoßen. So war der kleine Lenny mal 3, dann wieder 3 1/2 oder 4 Jahre alt, was mich nicht gestört hat, was mir aber aufgefallen ist. Dass ein Junge in diesem Jahr noch mit Gläschen-Nahrung und Folgemilch ernährt wird fand ich dann eher ungewöhnlich, was aber natürlich ein subjektiver Eindruck isst, da meine Kinder in diesem Alter bereits längst am Tisch gegessen haben.

In Kapitel 15 erzählt Felix seinem Freund Uwe von einer Schwangerschaft, von der er allerdings erst in Kapitel 16 erfährt. Zunächst dachte ich, dass ich einfach etwas überlesen hatte, aber die Aussage “Bei mir war der Groschen inzwischen dann auch mal gefallen” hat mir dann allerdings gezeigt, dass dem Autor hier ein Fehler unterlaufen ist.

Natürlich tun diese Ungereimtheiten dem Roman keinen Abbruch.

Mein Fazit:

Das Buch steckt voller Wortwitz, hat mich gut unterhalten und hat mir einige vergnügliche Stunden verschafft. An einigen Stellen habe ich herzlich gelacht und an anderen ein wenig mit Felix gelitten. Wer ein Buch sucht, um auf dem Liegestuhl einfach mal abschalten zu können oder wer schon immer einmal wissen wollte, wie viele Erwachsene auf einem Klettergerüst bei McDonalds Platz finden, der macht mit “Ein Mann, ein Ring” mit Sicherheit nichts falsch.

Ich vergebe daher vier von fünf Eulen und bedanke mich bei Blogg Dein Buch für das Rezensionsexemplar.

Ehebrecher und andere Unschuldslämmer von Kerstin Gier

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Kurzrezension:

Das Buch wird aus der Perspektive mehrer Frauen erzählt und überschneidet sich stellenweise auch. Da wäre zunächst die Studentin Louise, die erfährt, dass sie schwanger ist, kurz bevor ihr Vater stirbt und sie zu ihrer Mutter fährt. Ihre Mutter Amelie selbst droht durch den Tod des Mannes in ein tiefes Loch zu fallen und hängt sich an den neuen Pfarrer. Außerdem sind da noch die Nachbarinnen ihrer Mutter, Carola, die unbedingt ein Kind haben möchte, deren Mann aber unfruchtbar ist und die sich daher den Pfarrer als Samenspender auserkoren hat und Irmi, deren an den Rollstuhl gefesselter Mann ihr das Leben zur Hölle macht und die sich vom Pfarrer trösten lässt.

Das Buch ist sehr strukturiert, ich wusste zu jederzeit, um welche der Damen es sich gerade dreht. Zwischenzeitlich habe ich viele Frauenromane von Kerstin Gier gelesen, aber dieser hier passt nicht so ganz in das Bild, er war einfach anders und ich konnte hier auch nur äußerst selten schmunzeln. Auch die Idee, dass der Pfarrer hier von einer Dame zur anderen geht und seinen Charme spielen lässt, hat mich eher abgeschreckt. Der Schreibstil hingegen ist typisch Kerstin Gier, locker und gut zu lesen.

Aber das alleine hat mir hier nicht gereicht, daher vergebe ich nur 3,5 von 5 Eulen.

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