Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid von Fredrik Backman

PicsArt_09-08-07.16.08

Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid
von Fredrik Backman
erschienen am 22. Juni 2015
bei Fischer Krüger
Hardcover
aus dem Schwedischen von Stefanie Werner
Preis 19,99 EUR
ISBN: 978-3-8105-0481-4

  • Inhalt

Oma ist 77 Jahre alt als sie krank wird und stirbt. Für Elsa, 7 Jahre alt, bricht erst einmal eine Welt zusammen, denn Oma war ihr bester und einziger Freund. Aber Oma hat in den sieben Jahren von Elsas Leben eine Märchenwelt für Elsa aufgebaut, in die sich das Mädchen flüchten kann. Doch Oma hat bereits zu Lebzeiten dafür gesorgt, dass Elsa Aufgaben in der realen Welt lösen muss und so macht sich Elsa auf den Weg.

  • Protagonisten

Oma ist 77 Jahre alt, Ärztin und im Grunde ein etwas chaotischer, aber direkter Mensch, was allerdings häufig auf Unmut in ihrer Umgebung stösst. Oma ist bereits zu Beginn des Buches krank und stirbt.

Elsa ist 7 Jahre alt und “altklug” bezeichnet sie wohl am besten. Sie verbessert Erwachsene, wenn diese sich falsch ausdrücken, ihr Wissen hat sie durch Wikipedia genährt, sie steht auf Apple-Produkte und ich könnte mir vorstellen, dass sie Erwachsene nerven könnte.

  • Cover

Auf dem Cover ist – so vermute ich – Elsa von hinten zu sehen, die einen Brief in der Hand hält. Der Stil ist dem des “Ove-Buches” sehr ähnlich, so dass es einen Wiedererkennungseffekt hat.

  • Handlung

Die Geschichte spielt in zwei Welten. Da ist zum einen Elsas Phanstasiewelt, in die sie sich schon geflüchtet hat, als Oma noch lebte. Der andere Teil der Handlung spielt sich in der realen Welt ab und das meiste passiert in dem Haus, in dem außer Elsa noch zahlreiche andere Personen wohnen.

  • Meinung zum Buch

Nach “Ein Mann namens Ove” war ich sehr auf das zweite Buch des Autors gespannt. Da “Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid” aber etwas ganz anderes ist, war ich anfangs sehr irritiert, denn Fredrick Backman lässt eine Märchenwelt aufleben und damit hatte ich nicht gerechnet.

Das Buch ist witzig, keine Frage, insbesondere so lange Oma noch lebt, weil die schrullige Frau immer genau das macht, was ihr gefällt. Ich bin schon auf den ersten Seiten nicht mehr aus dem Grinsen herausgekommen, weil der Autor so bildhaft beschreibt, was Oma angestellt hat, dass ich sie vor mir gesehen habe.

Die Geschichte wird aus der Sicht eines altklugen Kindes erzählt, das war am Anfang recht unterhaltsam, hat aber irgendwann gestört. Insbesondere die Beschreibung, wer wie zum wem steht und wo wohnt war eigentlich ganz logisch erklärt, aber am Ende dennoch so verwirrend, weil mir sehr viele Namen um die Ohren geflogen sind, die ich zunächst nicht zuordnen konnte.  Zitat: “Es ist ein bisschen kompliziert.”

Was mir positiv aufgefallen ist, sind die vielen Hinweise auf andere Bücher und Filme, der Schal von Gryffindor, die X-Men … und andere mehr.

Doch ich habe mich sehr sehr schwer getan, in die Geschichte hinein zu kommen. Da ich das Buch in einer Leserunde gelesen habe, habe ich nicht abgebrochen, obwohl mir das Spaß an diesem Buch zwischendurch vergangen ist. Die Märchenpassagen nehmen sehr viel Platz in dieser Geschichte ein, aber nicht nur, dass sie mich fesseln konnten, ich habe begonnen, sie quer zu lesen, weil sie mich nicht an das Buch gebunden haben.

Nach ungefähr einem Viertel des Buches habe ich in der Leserunde gepostet, dass das Buch sehr zäh ist und mir wurde gesagt, es würde sich lohnen, durchzuhalten, weil insbesondere das letzte Drittel sehr ansprechend wäre. Entsprechend habe ich mich regelrecht durch das Buch gequält auf der Suche nach dem Punkt, an dem mich die Handlung begeistern konnte.

Es war ein schwieriges Unterfangen. Zwar hat sich die Märchenwelt nach und nach der Realität angenähert, aber mir hat das gewisse Etwas gefehlt, was mich an ein Buch fesselt. Ich muss meiner Kollegin aus der Leserunde recht geben, tatsächlich konnte mich die Geschichte im letzten Drittel doch noch begeistern, doch bis dahin war es kein Lesevergnügen.

  • Fazit

Wer “Ove 2.0” erwartet, sollte nicht zu diesem Buch greifen, weil es völlig anders ist, als das Ove-Buch. Oma hat mir viel Spaß gemacht, doch sie musste leider viel zu früh gehen. Sicherlich ist das Buch phantasievoll, es gibt nicht nur humorvolle Passagen, sondern auch nachdenkliche Anstösse und die Wendungen, die die Geschichte nimmt, sind gut konstruiert und teilweise auch spannend, aber überzeugen konnte mich “Oma” nicht und daher reicht es nur für drei Eulen.

SterneeuleSterneeuleSterneeule

 Challenge der Gegenteile

Ein Buch mit guten Fabelwesen

Advertisements

2 thoughts on “Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid von Fredrik Backman

  1. Sabienes says:

    Bei dem interessanten Titel hätte ich mir mehr erwartet ….
    LG
    Sabienes

  2. […] Oma lässt grüßen und sagt es tut ihr leid von Fredrik Backman […]

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s