Vergiss es, Baby von Claudia Sanders

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Vergiss es, Baby von Claudia Sanders

Marlene ist mit ihren Eltern nach Las Vegas gereist und wacht morgens im Bett neben einem Mann auf, den sie offensichtlich in der Nacht zuvor geheiratet hat. Valentin folgt ihr nach München und macht sich bei ihr breit, während sie versucht, ihn wieder loszuwerden, bevor Familie und Freunde bemerken, auf was sie sich da eingelassen hat.

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Im Mittelteil ist eine nette Liebesgeschichte zu entdecken, aus die man durchaus einen guten Frauenroman hätte zaubern können.

Leider spricht aber einiges dagegen:

  • Ein Liebesroman, in dem es darum geht, das eine Frau unter starkem Alkoholeinfluss steht und einen Wildfremden heiratet, die Idee ist schon mehrfach umgesetzt, aber in diesem Fall sehr sehr aufgesetzt und zwanghaft herbeigeführt.
  • Fakten, die im Buch genannt werden, sind an den Haaren herbei gezogen.
  • Handlungsstränge werden aufgegriffen und wieder fallen gelassen oder alternativ nicht zu Ende erzählt. Zum Beispiel wacht Marlene zu Beginn des Buches im Bett neben Valentin auf, dann kommt es zu einem Rückblick, der nur Sinn machen würde, wenn der Leser erfährt, was sie nun tatsächlich dazu bewogen hat, nach Las Vegas zu reisen – man kann es zwar erahnen, mehr aber auch nicht. Oder aber Valentin, dem kurz durch den Kopf geht, dass er sich mit der Heirat ein Aufenthaltsrecht in Deutschland sichert, das hätte ordentlich Potenzial gehabt, leider wird darauf nie wieder eingegangen. Ganz interessant auch die Nacht, die Valentin nicht in der gemeinsamen Wohnung verbringt und über die Marlene sich so viele Gedanken macht. Ich kann mich nicht erinnern, dass sie ihn je danach gefragt hat, wo er war. Gut, der Leser weiß es immerhin, ist ja auch schon etwas wert.
  • Eine 25jährige ohne Fußballkenntnisse mausert sich zur knallharten Beraterin eines Profi-Fußballers – mittels Leitfaden für Telefonmarketing? Sie bekommt eine Chance bei einem deutschen Verein, weil sie den Präsidenten über Fertigsaucen aufklärt? Unrealistischer geht es nicht mehr.
  • Die Autorin hat es nicht einmal geschafft, den Personen in ihrem Buch selbst erdachte Namen zu geben. Marlene Dittrich, statt Marlene Dietrich, gut, damit spielt sie immerhin noch in der Geschichte, aber der Bundestrainer Löwe statt Löw. Auch die Ähnlichkeit von Klaus Allert, Bremen, zum Klaus Allofs dürfte kein Zufall sein und dass Valentin heißt – mit Nachname Balakev – nicht Krasimir heisst, ist wahrscheinlich dem Umstand geschuldet, dass er aus der Ukraine stammt und nicht aus Bulgarien.

Ich könnte noch viel mehr aufzählen, aber wie man mit Sicherheit schon erkennen kann, gab es in diesem Buch so viele Absätze, an denen ich innerlich aufgestöhnt habe. Mehr als zwei Eulen kann ich für dieses Buch nicht vergeben.

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(4) ein Buch mit einem überwiegend grünen Cover

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– ein Buch, das über ein Jahr auf dem SuB liegt

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Diana Verlag

 

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