Unter der Decke lesen macht die Augen kaputt…

***

Gut, dass meine Mama nicht weiss, dass ich auch heute noch ganze Nächte mit Lesen verbringe. Nicht, dass sie etwas gegen das Lesen hätte, sie behauptet sogar bis heute, dass ich meine guten Deutschnoten den Büchern zu verdanken habe. Sie war lediglich der Meinung, dass es besser wäre, nachts zu schlafen, um morgens fit zu sein. Wer aber muss morgens quietschfidel aus dem Bett hüpfen, wenn er statt dessen nachts in fremde Welten, unbekannte Länder oder tiefe Meere abtauchen oder sich in eine Prinzessin oder einen Abenteurer verwandeln kann? Ich jedenfalls nicht.

Meine Welt drehte sich um Dolly, die fünf Freunde, Hanni und Nanni, Tina und Tini, aber auch Pippi Langstrumpf und die drei Fragezeichen. Wer die erstgenannten Büchern kennt, wird sich denken können, dass Enid Blyton meine erste Lieblingsautorin war. Ich habe in den 1980er Jahren die Bücherei unserer Pfarrei mitbetreut und sass daher direkt an der Quelle. Was ich dort nicht in die Finger bekommen habe, habe ich mir gewünscht. Ich glaube, schon damals glich mein Geschenketisch eher einem Bücherregal und daran hat sich bis heute nicht viel geändert 😉

P1030887

Gerne würde ich meinen Töchtern meine Lieblingsbücher von damals näher bringen, aber Dolly ist out und im Bücherregal meiner Großen finden sich Helden wie Mia, der kleine Vampir oder Greg. Einzig die fünf Freunde sind geblieben, die kennt sie bisher nur aus dem Kino, aber zu Ostern hat sie von ihrer Patentante zwei Bände geschenkt bekommen und ich hoffe, dass sie ihr genau so viel Freude machen, wie mir einst.

Irgendwie schade, dass die Geschichten von Enid Blyton damit ein bisschen untergehen, aber in Zeiten von Handys und Lady Gaga können die Kids wahrscheinlich gar nicht mehr nachvollziehen, was uns früher am Internatsleben so fasziniert hat 😉

***

Dies ist mein Beitrag zu Runde 11 von 52 Büchern, die sich mit dem Thema Kinderbücher beschäftigt. Ausser Enid Blyton habe ich auch mit Hingabe Robert Arthur und Astrid Lindgren gelesen.

Advertisements

3 thoughts on “Unter der Decke lesen macht die Augen kaputt…

  1. Dolly! Hanni & Nanni! Und, und, und….hach, das waren noch richtige Mädchenbücher! Ich habe so so verschlungen!
    Und ja, auch Astrid Lindgren hatte es mir damals angetan!
    Die Bücher für Kinder und Jugendliche sind heutzutage einfach ganz anders, ich kann verstehen, dass “unsere” Jugendbücher out sind…schade finde ich es aber auch…

  2. Julia says:

    Ich habe als Kind irgendwann eine große Kiste mit Büchern meiner Mutter bekommen, unter anderem Hanni und Nanni, Professors Zwillinge (Bubi und Mädi) und vielen anderen Büchern, die in meiner Kindheit auch nicht mehr allzu angesagt waren. Ich habe trotzdem alles gelesen und war begeistert.

    Liebe Grüße

  3. Peggy says:

    Ich habe als Teenager die ganzen Sweet Dreams, Sweet Love und Sweet Seventeen verschlungen. Mein ganzes Taschengeld ging dafür drauf. Gereicht hat es nie! 🙂

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s