Jeanette Holdinghausen – Autorenportrait und Kurzinterview

 

Was ich bereits wusste:

Jeanette Holdinghausen ist 1969 geboren, sie absolvierte eine Ausbildung als Groß- und Außenhandelskauffreu und ist Mutter von zwei Kindern. Sie lebt im Siegerland und durch einen schweren Schicksalsschlag, den Tod ihrer Mutter im Jahre 2008, ist sie zum Schreiben gekommen. In ihren Texten verarbeitet sie nicht nur Erlebtes, oder drückt ihre Gefühle aus, sie lässt auch ihrer Fantasie freien Lauf. Eines ihrer Ziele ist es, durch das Schreiben die Menschen zu berühren.

 

Veröffentlichungen:

Nie tiefer als in Gottes Hand – 50 Erlebnisse, die Halt geben (Juni 2012) mit  der Geschichte „Im Blick zurück“

LeseBlüten – Muttertag 2012 (Mai 2012) mit der Kurzgeschichte „Wertvoll“

LeseBlüten – Ruf der Freiheit 2012 (April 2012) mit zwei Kurzgeschichten

Wenn das die Grimms wüssten (April 2012) mit dem Märchen „Der Maultaschendepp“

LeseBlüten – Weihnachtszauber 2011 (Dezember 2011) mit einer Kurzgeschichte und einem Rezept

LeseBlüten – Zwischen Zeilen 2011 (August 2011) mit der Kurzgeschichte „Versteh mich“

Im Kletterrausch der Gefühle, Roman (August 2010) Leseprobe

Leseproben

Für den Siegerland Kurier schreibt sie seit März 2011 in wöchentlichen Abständen unter der Rubrik „nachgedacht“.

 

Online

ist die Jeanette Holdighausen durch eine eigene Homepage und bei Facebook vertreten.

 

Soziales Engagement

Jeanette Holdighausen engagiert sich für das Projekt Engelbaum. Innerhalb eines Netzwerkes wird die Bedürftigkeit von Familien geprüft. Die Mitarbeiter nehmen Kontakt mit der Familie auf und fragt nach den Weihnachtswünschen der Kinder, die dann erfüllt werden.

 

 

 

Im Rahmen eines Autoren-Interviews habe ich eine Kinderfrage entdeckt, die ich einfach übernehme: Warst Du in der Schule gut in Deutsch?

Zumindest nicht so gut, dass ich jemals daran gedacht hätte, irgendwann etwas zu veröffentlichen, geschweige denn meine Deutschlehrerin. Anfang des Jahres habe ich Kontakt mit ihr aufgenommen und ihr davon erzählt. Sie war sichtlich überrascht und erfreut darüber.

 

Wie Du zum Schreiben gekommen bist, weiß ich bereits. Hast Du dann einfach darauf los geschrieben, oder hast Du Dich zunächst damit befasst, wie man Romane oder Kurzgeschichten schreibt, einen Kurs besucht, o.ä.

Ich habe das geschrieben, was ich gefühlt habe, aus dem Bauch heraus. Es war für mich ein Teil der Verarbeitung, diese Dramatik zu verstehen. Eine blühende und lebensbejahende Frau hatte nur noch kurze Lebenszeit. Sie zeigte selbst in diesen letzten Wochen eine unheimliche Stärke. Ich litt mit ihr und mit meinem Vater, der damals noch lebte.

In der darauf folgenden Zeit ermutigten mich viele Freunde und Bekannte darüber zu schreiben, doch irgendwie wollte ich dies nicht. Es war eine harte Zeit, die ich gerne hinter mir lassen wollte und den Sinn in allem suchte. Doch innerlich ließ das Schreiben mich nicht los.

Anfang 2010 hatte ich eine virtuelle Begegnung mit einer Autorin, die es dann doch schaffte, dass ich diesen Schritt wagte. Ich holte mir die nötigen Infos und ich schrieb mir die Seele frei. Nach und nach entwickelten sich die Ideen, Fantasie und Träume beim Schreiben, ohne einen Kurs besucht zu haben. Nicht nur ich bemerkte, es steckt etwas in mir, die vielen Menschen um mich herum ebenso. Dann begann ich einen Roman zu schreiben, allerdings über ein ganz anderes Thema, was mir inzwischen wichtig geworden war. In meinem Erstlingswerk geht es um eine Internetliebe. Das was ich ahnte und doch nicht so recht glauben wollte, schrieb ich nieder. Es folgten persönliche Begegnungen, die mir die Richtigkeit des Themas bestätigten. Es war kein einfacher Schritt. Jetzt musste ein Verlag gefunden werden. Doch das ging überraschenderweise sehr schnell. Es war ein kleiner Verlag, denn auch ich hatte in dieser Zeit bemerkt, wie schwer es ist, ein Buch zu veröffentlichen. Ein harter Weg, denn mit der Fertigstellung des Manuskriptes war es noch lange nicht getan.

Ende 2010 kam mein Erstlingswerk „Im Kletterrausch der Gefühle“ im Digitalverlag Großrosseln auf den Buchmarkt. Ein unbekannter Verlag, doch für junge Autoren eine Chance, ohne einen Cent auf den Tisch zu legen. Das muss ich an dieser Stelle erwähnen, viele Autoren bezahlen jede Menge Geld um ihr Werk zu veröffentlichen.

 

Wir haben uns auf der HomBuch im Mai in Homburg/Saar kennen gelernt, Du hast Sandra Vogel vom Piepmatz-Verlag begleitet und aus Deinen Kurzgeschichten gelesen. Mein Eindruck war, dass Du ein sehr offener Mensch bist und Dich über Kontakt zu Deinen Lesern freust. Was nimmst Du aus diesen Treffen, Lesungen oder Buchmessen für Dich und/oder das Schreiben mit?

Du hast mich vollkommen richtig erkannt.

Ich liebe Menschen, ich höre ihnen gerne zu, ich lerne durch diese Kontakte und nehme gerne Anteil an ihren Sorgen und Problemen, weil es mir sehr wichtig erscheint. Diese Menschenbegegnungen geben mir letztendlich die Impulse zum Schreiben. Liebe, Respekt, Verständnis und Vertrauen sind die Eigenschaften, welche eine hohe Priorität in meinem Leben haben.

 

An was arbeitest Du derzeit, oder was hast Du für die nächste Zeit geplant?

Eines ist absolut sicher, ich werde mich einigen Herausforderungen stellen, weiterhin Texte für die Rubrik „nachgedacht“ im Siegerlandkurier schreiben, so auch für die eine oder andere Anthologie „LeseBlüten“.

Unter anderem habe ich eine noch ein Geschenkbüchlein geplant, wo ich gerne kurze Gedanken zum Leben veröffentlichen möchte. Die Zeit wird zeigen was kommt und was wird. Des Weiteren möchte ich mich in den nächsten Monaten einem neuen Buchprojekt widmen. Dafür benötige ich viele Hintergrundinformationen, wo bei einige Recherchen schon abgeschlossen sind.

Aufwachen, aufmachen, es ist nie zu spät, so das Motto der Protagonistin (Hauptperson). Eintauchen in die Welt von magischen Düften. Der Zauber, die Faszination, von dem was sie sieht und erlebt, verändert ihr Leben.

Heute bekam ich eine erste mündliche Zusage eines Verlages für ein Buchprojekt, wo es um Gedanken fürs Leben geht. Ich bin total gespannt, wo die Reise hingeht und was mich erwartet.

 

Das bin ich auch 🙂 Vielen Dank, liebe Jeanette, für das Interview.

 

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3 thoughts on “Jeanette Holdinghausen – Autorenportrait und Kurzinterview

  1. Iris says:

    Hallo Daggi,

    da hast du aber einen gelungenen Erstling hingelegt. Gefällt mir sehr gut, was du gefragt hast und wie du den Artikel gestaltet hast.

    LG Iris

  2. […] Weihnachtszauber 2011&8243; erschienen In dieser Anthologie berichten 45 Autoren darunter auch Daggis Welt » Blog Archive » Jeannette Holdinghausen Wenn das die Grimms wüssten April 2012 mit dem Märchen Der Maultaschendepp LeseBlüten […]

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